Neues aus meiner Welt #3 – Wie ich mein neues Buch geplottet habe

treehouseWährend ich samstags über das Schreiben blogge, erzähle ich sonntags mehr über mich und meine Projekte. Vorher hab ich das montags gemacht, aber der Sonntag passt mir dann doch etwas besser 🙂 Also, here we go: Heute ist wieder mein neues Buchprojekt mit dem Arbeitstitel „Das Feuer in mir“ dran.

 

Mittlerweile habe ich 6 Kapitel geschrieben, vom Gefühl her ist das noch nicht einmal ein Fünftel vom Gesamtwerk. Dies liegt auch daran, dass ich viel unterwegs war und somit nicht viel zum Schreiben kam. Hauptgrund ist aber, dass ich diesmal weitaus mehr Zeit mit der Planung im Voraus verbracht habe. Viele haben mich gefragt, wie ich dabei vorgegangen bin, also möchte ich euch heute meine Strategie vorstellen 🙂

Bei meinem ersten Buch herrschte das Chaos (nunja, nennen wir es lieber Spontanität): Ich hatte nur eine sehr grobe Vorstellung vom Handlungsverlauf, dafür viele kleine Ideen, die ich irgendwie einbringen wollte. Also habe ich mehr oder weniger drauflos geschrieben und die Geschichte sich frei entwickeln lassen. Hat teilweise super geklappt, teilweise bin ich aber auch gegen Wände gerannt. Und wenn das passiert, muss man sich aus dem Labyrinth erstmal wieder herausarbeiten. Das kann dazu führen, dass man ganze Kapitel umschreiben, löschen oder hinzufügen muss. Super anstrengend! Dabei den Überblick über sein Projekt zu bewahren, ist ganz schön schwer. Daher wollte ich nun einen anderen Ansatz ausprobieren und viel mehr im Voraus strukturieren.

Dabei bin ich folgendermaßen vorgegangen:

  1. Das zentrale Thema und grob die Geschichte dazu ausgearbeitet. Das ist alles im Kopf passiert, teilweise sogar schon, während ich noch am ersten Buch gearbeitet hatte
  2. Die beiden Hauptfiguren ausgearbeitet
  3. Die Handlung etwas detaillierter geplant. Allein das waren zwei Wochen intensives Brainstorming, und auch jetzt denke ich immer noch darüber nach
  4. Alle möglichen Aspekte des Buches durchstrukturiert. Was ich damit meine, ist Folgendes:
  • Die Struktur verschiedener Institutionen
  • Die Orte (Städte, Wald etc.)
  • Die Mythologie, vor allem auch die Geschichte dahinter
  • Bestimmte themes, die ich über das Buch hinweg einbaue, z. B. wie ich die Spannung erhöhe, wie ich die Charaktere sich entwickeln lasse, wie die Ereignisse im Königreich voranschreiten, wie Menschen über die Zeit ihre Meinung ändern etc.
  • Im Buch kommt eine Art Sekte vor, daher habe ich Sekten recherchiert und meine eigene mithilfe dessen kreiert
  • Die Rollen der Nebenfiguren
  • Das Ende ausgedacht. DAS war/ist wohl das schwerste von allem^^
  • Die Landkarte
  • Der Auslöser des Buches wird ein Vulkanausbruch sein. Daher musste ich auch darüber recherchieren
  • Hauptfigur #2 möchte Hauptfigur #1 von etwas überzeugen (Details folgen 🙂 ). Wie er dabei vorgeht, muss sorgfältig geplant werden. Er kann nicht beim ersten Gespräch alle Argumente auf einmal bringen. Außerdem muss er auf ihre Reaktionen und auf andere Ereignisse reagieren.
  • Dann habe ich noch alle Zweifel aufgeschrieben, die ich an meiner Geschichte habe, und Lösungsansätze gesucht (z.B. ist meine Hauptfigur vielleicht zu langweilig?)
  • Und einfach ganz spontan aufkommende Ideen gesammelt

Das waren insgesamt elf vollgeschriebene Notizblätter. Ich könnte noch viel weiter ins Detail gehen, aber das würde jeden Rahmen sprengen. Ihr seht also: Hinter der Planung eines Buches kann eine Menge Arbeit stecken.

Die nächsten Neuigkeiten aus meiner Welt wird es leider erst in 2-3 Wochen geben (Urlaub, yeah!). Dafür werden – olé olé – diese ganz besonders aufregend sein. Ich werde nämlich endlich ein wenig was zur Handlung erzählen. Und ich werde auch erklären, inwiefern die Geschichte mit den Geschehnissen aus meinem ersten Buch zusammenhängt. Also bleibt geduldig 🙂